„Die leidenden Gesichter der entleerten Männer und Frauen reckten sich ihnen entgegen, flehten: nicht um Hilfe – das hatten sie hinter sich gelassen- sondern um eine Erklärung. Um irgendetwas, das diese Verwirrung, begreifbar machen konnte. Ihre Füße hoben sich kaum von der Erde. Davidssterne waren an ihre Kleidung geheftet, und die Qual hing an ihnen wie ein Etikett.
- Artikel 3 Grundgesetz: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“.
Sie wurden nicht gleich behandelt. Nicht jeder Mensch wurde vor dem Gesetz gleich behandelt. Besonders nicht, wenn man ein Jude war, sonst wären die Juden nicht verfolgt worden. Man konnte sich nicht dagegen wehren. Nein, nicht jeder Mensch war gleich.
Diese Stelle des Buches fand ich besonders schlimm. Die Juden wurden gezwungen durch Straßen zu laufen. Sie wurden zur Schau gestellt. Sie wurden wie Tiere gehalten. Es wurde einem so dargelegt, als ob sie die Verbrecher waren, nicht die Nazis. Ihre Blicke waren leer, ausgehungert, so beschrieb man sie. Einige konnten kaum mehr laufen. Und niemand durfte Ihnen helfen, sonst wurde man selber bestraft.
„Von Zeit zu Zeit fiel der Blick eines Mannes oder einer Frau- nein, sie waren keine Männer und Frauen, sie waren Juden“.
- Artikel 4 Grundgesetz: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich“.
Ziel dieses Blogeintrages bzw. Blogeinträge bezüglich des Buches war, dass man sich viel besser in der damaligen Situation/Zeit reinversetzen kann. Auch das junge Menschen diese Zeit nicht vergessen und damit umgehen können. Dass sie darüber sprechen können, dass sie Informationen und Beispiele haben und sich infolgedessen eine eigene Meinung bilden können!
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass sich die Zitate aus dem Buch „steigern“, d. h. die Situation für Liesel, ihrer Familie und allen anderen Menschen wurde kritischer. Von Zeit zu Zeit wurde einem die Freiheit geraubt, die Menschenrechte wurden immer häufiger missachtet oder gar ignoriert. Der Mensch wurde immer wertloser und die Gefahr sich selbst in Gefahr zu bringen, wurde immer größer.
Denn aus der Vergangenheit lernt man. Durch positive Erfahrungen, aber auch leider durch negativen. Es war nicht wirklich einfach die passenden Zitate rauszusuchen, um euch die Situation der Menschen und vor allem die Verletzung der Menschenrechte im 2. Weltkrieg, schriftlich zu veranschaulichen, damit man sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt. Wir sollten alle froh sein, dass es ein Grundgesetz gibt und vor allem die ersten 20 Artikel des Grundgesetzes sollten wir achten und schätzen!
Schätzt das Leben wie wir es führen, denn ihr wisst, dass das Leben nicht immer für jeden schön ist.
Quelle: „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak